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Igelschutz-Interessen-
Komitee für Igelschutz e.V. Hamburg
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Wenn die Igel dank der guten Pflege ihr erforderliches Winterschlafgewicht erreichen (700g bis 1.000g bei einem erwachsenen Tier. Bei Jungigeln reichen je nach Jahreszeit 550g bis 650g), dann sollte ihnen die Möglichkeit des Winterschlafs angeboten werden. Zu diesem Zweck werden Winterschlafboxen benötigt, die entweder in einem absolut kalten Raum (kälter als 4°C) in einem Kellerschacht oder abgedeckt im Freien stehen, bzw. in einem Gehege mit gut isoliertem Winterschlafhaus.
Mindestmaß 40cm x 40cm, welches mit Stroh oder mit fest zerknülltem Zeitungspapier gefüllt wird. Die ins Kalte gebrachten Igel werden so lange normal weiter gefüttert, bis sie in den Winterschlaf gefallen sind.
Eine Notration Igel- oder Katzentrockenfutter und natürlich frisches Wasser werden in Schälchen in das Futterhaus gestellt. Der Winterschlaf endet je nach Temperatur Ende März bis Mitte April. Die richtige Zeit zum Auswildern ist gekommen, wenn im Frühjahr die Sträucher und Hecken ausschlagen und die Nahrungstiere der Igel wieder ausreichend vorhanden sind.
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Sie schlafen meistens nicht durch, sondern erwachen einige Male, um vielleicht etwas Trockenfutter oder Wasser aufzunehmen (steht während des Winterschlafes immer bereit) oder um sich weiter zu entleeren. Während des Winterschlafes und auch während der kurzen Aufwachphasen dürfen sie nicht gestört werden, weil dann nach dem Aufwachen der nächste Einschlafzeitpunkt hinausgezögert wird.
Da der Igel seine Körperfunktion verringert hat, sollte er nicht aus seinem Schlafnest herausgeholt werden, weil er dann nicht in der Lage ist, das zerstörte Nest zu reparieren. Hartnäckige Winterschläfer, die nach langem Schlaf Mitte Mai immer noch nicht aufgewacht sind, sollten aus ihrem Schlafkarton zur Kontrolle herausgenommen werden.
Ein winterschlafender Igel ist kühl und zusammengerollt. Beim Streichen über die Stacheln zeigen sich jedoch Reflexe. Der Igel ist zu wiegen und wieder in sein Schlafnest zurückzulegen. Wir empfehlen jetzt, den Igel bei seinem Aufwachen aus dem Kälteschlaf zu unterstützen. Besser ist es manchmal, wenn das Nest sehr schmutzig ist, den zusammengerollten Igel aus dem gewohnten Winternest kurz zu entnehmen und in seinen, frisch mit klein gerissenem und zerknittertem Papier gefüllten Karton zurück zu legen.
Die veränderte Situation wird unterschwellig als Anstoß zum Aufwachen wahrgenommen. Das Tier ist dann mit seinem Schlafkarton in einen warmen Raum (20°C bis 22°C) umzuquartieren. Nach dem Winterschlaf erfolgt zunächst die Aufnahme von Flüssigkeit in Form von Wasser. Der Igel zeigt das Ende seines Winterschlafes an, wenn er 3-5 Tage nach dem Aufwachen regelmäßig zu fressen beginnt.
Dann füttert man wieder so lange zu, bis er das Gewicht hat, bevor er eingeschlafen ist.
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