AufzuchtExoten

 

 

20 Jahre Verein der Igelfreunde Stuttgart und Umgebung e. V.

 

 

 

 

 

 

 

 

Igelschutz-Interessen-
gemeinschaft e. V.

 

Komitee für Igelschutz e.V. Hamburg

 

 

 

 

 

                          

                                 

 

 

 

Die Hauptnahrung der Igel besteht aus diversen Insekten. Ergänzend kommen Laufkäfer, Regenwürmer und die Larven von Nachtschmetterlingen hinzu. Während Ohrwürmer eine besondere Delikatesse zu sein scheinen, werden Asseln offensichtlich verschmäht. Zusätzlich fressen Igel kleine bis mittelgroße Nacktschnecken, Tausendfüssler und falls erreichbar, auch bodenbewohnende Spinnen und junge Mäuse oder Babiemäuse. Die Aufnahme pflanzlicher Nahrung stellt die absolute Ausnahme dar und erfolgt eher zufällig. Igel sind Insektenfresser und deshalb als Schädlingsvertilger im Garten gerne gesehen. Doch in Gefangenschaft soll man sie nicht mit Schnecken, Regenwürmern etc. ernähren, weil diese Überträger von Innenparasiten sind.

 

Balaststoffe sind zur guten Verdauung unerlässlich. Sie sind dem Hauptfutter beizumischen.

 

+ Weizenkleie

+ Futterhaferflocken oder käufliches Igeltrockenfutter

+ ungesalzene zerhackte Erdnüsse

+ Rosinen

 

 

+ Wasser

+ Fencheltee

 

Auf keinen Fall darf der Igel Milch trinken. Durch die enthaltene Laktose bekommt der Igel Durchfall und trocknet aus. (Milch bewirkt wegen ihres Milchzuckers Durchfall, in der Folge Darmentzündungen und Infektionen, die für den Igel tödlich enden können).

 

 

Die erforderliche Nahrungsmenge ist von Igel zu Igel verschieden. Sie hängt vom Körpergewicht und vom Gesundheitszustand ab. Ein mittelgroßer Igel frisst etwa 150g. Gefüttert wird in der Regel nur einmal täglich abends. Kranke oder geschwächte Igel kann man auch tagsüber füttern.

 

Bei Appetitlosigkeit bzw. Nahrungsverweigerung ist unverzüglich der Tierarzt oder eine Igelstation zu benachrichtigen. Wichtig ist auch, dass die Igel abwechslungsreich ernährt werden. Es sollte also auf keinen Fall jeden Tag immer das gleiche - ach so praktische Dosenfutter verabreicht werden. Alternativen sind angebratenes Hackfleisch, gekochtes kleingeschnittenes Geflügelfleisch oder durchgedrehtes Geflügelfleisch oder Rühreier. Igelfutter muss eiweiß- und fettreich sein und außerdem unbedingt Ballaststoffe enthalten. Diese mischt man in Form von Futterhaferflocken oder in Zoohandlungen erhältlichem Igeltrockenfutter unter Dosenfutter, Fleisch oder Eier einige Tropfen Öl, 1 Tropfen Vitamin B-Complex und 1 Messerspitze Protein 88.

 

 

Überflüssig sind Beigaben von Obst oder Gemüse. Igel sind nun mal keine Pflanzen- sondern Insektenfresser und können Vitamin-C selbst im Körper herstellen; es muss nicht  zugeführt werden. Igel neigen bei ständig zugeführter weicher Nahrung zur Bildung von Zahnstein, daher sollte man mindestens einmal wöchentlich zusätzlich zum normalen Futter einige Katzenbrekkies, noch besser enthäutete, abgekochte Hühnerflügel mit den Knochen anbieten.

 

 

Futter und Wasser sollten immer Zimmertemperatur haben (nichts direkt vom Herd oder aus dem Kühlschrank!) und die Schälchen müssen täglich gereinigt werden. Und nochmals der Hinweis: Igeln niemals Milch, Essensreste, gewürzte Speisen oder Süßigkeiten geben!

 

 

 

 

 

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